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Besuch von S. Fürst und E. Wilhelm am 18.09.2003
     
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Arche-Noah-Besuch

Am 18.September 2003 besuchten meine Mutter und ich den Hof der Arche Noah in Immenstedt. Ich habe die Aktionen der Arche Noah über längere Zeit im Internet verfolgt und war sehr neugierig auf das, was mich erwarten würde.

Nachdem ich mehrere Male die Einfahrt der Arche Noah verpasst habe ("Mist, schon wieder dran vorbei!"), erreichte ich den Hof und wir wurden von Herrn Kern begrüßt. Was dann folgte, konnte man anhand der Fotos im Internet nicht erahnen. Ein Riesenareal mit verschiedenen Koppeln, einem Teich, einer großen Halle für die Pferde, vielen Gebäuden, Wiesen, einem Hofplatz und dann die Tiere! Ich habe noch nie erlebt, dass so viele verschiedene Tiere auf einem so großen Gelände miteinander oder nebeneinander leben, schnattern, miauen, bellen, grunzen, wiehern, blöcken und muhen. Es hat mich glücklich gemacht, zu sehen, wieviel Platz die einzelnen Tiere haben und wie ihnen (zumindest den Gänsen, Enten, Hühnern, Tauben, Schafen, Katzen) ein artgerechter Freilauf zugesprochen wird.

Und es ist eine Freude, die Individualität eines jeden Tieres beobachten zu können. Da gibt es Katzen, die einen freudig mit "Schmuseblick" begrüßen und andere, die die Beine in die Pfoten nehmen, sobald man um die Ecke kommt. Dann gibt es eine Gans mit deformierten Federn, die trotz oder aufgrund ihrer Behinderung am lautesten schnattert. Oder aber der taube Dalmatiner, der aufgrund seiner Behinderung ganz viel "erzählt". Sie alle durften ihren Platz auf der Arche Noah einnehmen und einem langen und artgerechten Leben entgegensegeln.

Dass dieses Unternehmen viel Arbeit und so manchen Kummer bereitet, hat uns Herr Kern beim Rundgang in vielen Geschichten und Anekdoten geschildert. Was Herr Kern da leistet, sprengt alle Vorstellungskraft. Tag und Nacht für seine Tiere im Einsatz, hat er sich eine große Portion Humor bewahren können. Auch wenn er an vielen Fronten zu kämpfen hat, wirkt er keineswegs verbissen, sondern sehr offen, freundlich und optimistisch. Denn er behält bei all seiner Arbeit das Ziel im Auge: das Wohl der Tiere. Und man spürt das. Ich habe während unseres Besuches ein Gefühl von Harmonie zwischen Herrn Kern und seinen Tieren gespürt. Egal, ob beim Füttern der Pferde, der Schweine oder beim Streicheln seiner Hunde, man fühlt gegenseitiges Vertrauen und Respekt. Und das ist alles andere als selbstverständlich.

WIr haben unseren kurzen Besuch sehr genossen, die Arche mit ihren Tieren liebgewonnen und sind sehr schwer von Herrn Kerns Leistung beeindruckt. Wir wünschen ihm und den Tieren auf diesem Wege nochmals alles Gute und einen hoffentlich nicht allzu kalten und langen Winter.

S. Fürst und E. Wilhelm